






Installation · 2026
Pflastersteine, Metallgitter, umgebende Flora
Fotos: Marie Stadelmann
In unmittelbarer Nähe zu der Stelle, wo die ehemalige Römerstraße „Via Belgica“ die heutige Autobahn 61 kreuzt, an einer der wenigen trockeneren Stellen im umstrukturierten Vogelwäldchen hat Sanna Reitz auf einer Fläche fragmentarisch Pflastersteine gesetzt und ihre Zwischenräume mit Drahtkörben versehen. Die leeren Steinkörbe, sonst oftmals zur kontrollierten Gestaltung von Vorgärten oder Schallschutzmauern genutzt, scheinen diesmal eben jene Lücken zu schützen: während Wege normalerweise mit Pflastersteinen begehbar gemacht werden, erschweren die Drahtkörbe hier die Zugänglichkeit der Zwischenräume. Ein Spiel aus Kontrolle und „sich-der-Kontrolle-entziehen“ zeichnet sich ab und bildet Parallelen zu den angelegten Mäandern und temporär überschwemmten Flächen des Auenwalds.
Sanna Reitz setzt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Landschaftsbildern, Naturverständnissen und deren kulturellen Prägungen auseinander. Scheinbar unberührte Naturräume werden von ihr als Projektionsflächen gesellschaftlicher Vorstellungen betrachtet. Sie untersucht Landmarken, die Grenzen zwischen Natur und Kultur markieren oder auflösen und ironisiert die menschliche Anstrengung, Natur zu ordnen, zu bewahren und zugleich zu zerstören. Sanna Reitz lebt in Karlsruhe.
Koordinaten: 50.939786471041884, 6.6477027848319965






Installation · 2026
Pflastersteine, Metallgitter, umgebende Flora
Fotos: Marie Stadelmann
In unmittelbarer Nähe zu der Stelle, wo die ehemalige Römerstraße „Via Belgica“ die heutige Autobahn 61 kreuzt, an einer der wenigen trockeneren Stellen im umstrukturierten Vogelwäldchen hat Sanna Reitz auf einer Fläche fragmentarisch Pflastersteine gesetzt und ihre Zwischenräume mit Drahtkörben versehen. Die leeren Steinkörbe, sonst oftmals zur kontrollierten Gestaltung von Vorgärten oder Schallschutzmauern genutzt, scheinen diesmal eben jene Lücken zu schützen: während Wege normalerweise mit Pflastersteinen begehbar gemacht werden, erschweren die Drahtkörbe hier die Zugänglichkeit der Zwischenräume. Ein Spiel aus Kontrolle und „sich-der-Kontrolle-entziehen“ zeichnet sich ab und bildet Parallelen zu den angelegten Mäandern und temporär überschwemmten Flächen des Auenwalds.
Sanna Reitz setzt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Landschaftsbildern, Naturverständnissen und deren kulturellen Prägungen auseinander. Scheinbar unberührte Naturräume werden von ihr als Projektionsflächen gesellschaftlicher Vorstellungen betrachtet. Sie untersucht Landmarken, die Grenzen zwischen Natur und Kultur markieren oder auflösen und ironisiert die menschliche Anstrengung, Natur zu ordnen, zu bewahren und zugleich zu zerstören. Sanna Reitz lebt in Karlsruhe.
Koordinaten: 50.939786471041884, 6.6477027848319965
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